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Tierpark Kunsterspring - Chronik 1

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Quelle: Tierpark Kunsterspring


30 Jahre Tierpark (Stand 2005)  

Das Tiergehege Kunsterspring

von 1966 - 1975

- 1966

In Kunsterspring befand sich in den fünfziger Jahren bis 1962 eine Nutriafarm und bis Mitte der sechziger Jahre eine Entenfarm.
Im Jahre 1966 pflanzten Lehrlinge aus dem Lehrlingswohnheim des damaligen Forstbetriebes (heute Waldarbeitsschule genannt) einen kleinen Gehölzgarten an.
Für den so genannten "Zaubergarten" wurden mehrere Baum und Straucharten in Gruppen angepflanzt und dienten so als Lehr- und Anschauungsgarten.
Im selben Jahr brachte der Forstlehrling Peter Kollas einen Wildschweinfrischling mit aus dem Wald, weil er glaubte, er sei von der Mutterbache verlassen worden.
Am Wohnheim bauten die Lehrlinge erst einen kleinen Verschlag und später eine größere Wildschweingehegeanlage für die niedliche Wildschweindame, die in Anlehnung an ihren Retter den Namen "Petra" bekam.

1966 - 1968 Mit Wildschwein "Petra" als erstes Tier war der "Grundstein für den heutigen "Tierpark Kunsterspring" gelegt.
Später gesellten sich Rehbock "Maxi" und Wildschweinfrischling "Susi" dazu.
Große Aufregung herrschte vor Weihnachten 1966.
"Petra" wurde auf dem Neuruppiner Weihnachtsmarkt zur Freude der Kinder herumgeführt. An der Leine, wie ein Hund, lief "Petra" an der Seite von Karl Graff über den Weihnachtsmarkt. Jagdhornbläser machten mit ihren Signalen auf diese Überraschung aufmerksam.
1969 - 1971 Im Januar 1969 fanden die Lehrlinge einen verletzten Wildentenerpel. Weitere Tiere, wie z.B. Mäusebussard, Habicht und Wachteln, kamen im Verlaufe der Zeit hinzu.
Mit steigender Anzahl der Tiere wuchs auch das Interesse von Besuchern und Gästen. Das kleine "Tiergehege" wurde zu jeder Jahreszeit zu einem Anziehungspunkt für große und kleine Besucher. Ein Eintrittsgeld wurde nicht erhoben, aber ein Spendenkasten wies auf kleinere und größere Gaben hin.
Das Futter der Wildschweine bestand zunächst ausschließlich aus den Essenresten von der Küche des Lehrlingswohnheimes. Der benachbarte Betrieb VEB KIM Neu Glienicke stellte tote Puten und Gänsekücken als Nahrung für die Greifvögel zur Verfütterung.
1970 - 1972 Anfang der 70-er Jahre war der Tierbestand auf eine ansehnliche Anzahl und Vielfalt gewachsen.
Die Lehrlinge der "Betriebsschule der Forst", so hieß das damalige Lehrlingswohnheim jetzt, bauten dafür Gehege, Volieren, Ställe und vieles mehr.
Die gesamte Anlage wurde zum "Jugendobjekt" erklärt, das hieß, die jungen Leute waren für die Versorgung und Betreuung der Tiere verantwortlich. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Lehrmeistern und Erziehern.
1972 - 1975 Im September 1972 konnten von Spendengeldern ein Rothirschspießer gekauft werden. Er wurde wie auch später andere Rothirsche auf den Namen "Bimbo" gekauft.
Beim Ausbau des Tiergeheges in Kunsterspring halfen auch viele ausländische Lehrlinge, welche in der Betriebsschule der Forstfacharbeiterberuf erlernen konnten. Darunter Jugendliche aus Vietnam, Kambodscha, Namibia, Südafrika und Laos.
Es wurden immer mehr Wert auf eine artgerechte Haltung der Tiere gelegt, d.h. möglichst große Gehege, Wasser, Schutz, Bäume usw.. 1975 hatte der "kleine Tierpark" so viele Tiere , dass sie von den Mitarbeitern und Lehrlingen der forstlichen Ausbildungsstätte nicht mehr betreut und versorgt werden konnten. Zeit und Geld reichten nicht mehr aus!


Aktualisiert ( Sonntag, den 15. Mai 2011 um 08:08 Uhr )  

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